Bandit @ Yomiuriland

Bandit @ Yomiuriland

Die spritzige Tauchfahrt durchs Grüne, so die überaus nette Umschreibung meines guten Freundes Daniel (Lacront bei onride.de), bietet einige prickelnde Wassereffekte während der Fahrt, die man keinesfalls missen sollte. Ahnungslos, welche von beiden Warteschlangen uns in das feuchtfröhliche Abenteuer führen würde, stellten wir uns zunächst an der (am Treppenaufgang) rechtsseitigen Warteschlange an. 

 

Gespannt und auch ein wenig angespannt zwangen wir uns mitsamt Hab und Gut in die engen Wagen hinein, schlossen die Schulterbügel und warteten auf die Abfertigung des Zuges. Ein Mitarbeiter betätigte ein Glückrad auf dem die Worte High und Low im Wechsel abgebildet sind. Der Zeiger landete dann auf Low und der Zug setzte sich in Bewegung. Kurze Zeit später schoss eine Wasserfontäne in die Höhe und das herabfallende Wasser prasselte auf den vorderen Zugteil, in dem wir natürlich saßen. Kurz darauf erreichen wir den Lifthügel der Anlage und beginnen den Aufstieg auf die Ausgangshöhe von 51m. Im Jahr 1988 war die Anlage die höchste und schnellste der Welt, welche kurz darauf die Ära der Hyper Coaster einleitete. 

 

Oben angekommen absolvieren wir eine kurze Gerade, ehe der Zug sich nun der grünen Hölle unter sich zuwendet. Während der Abfahrt hören wir das Zünden einer weiteren Wasserfontäne in der Ferne, die schätzungsweise eine Höhe von 40m erreicht. What goes up, must come down und so rasen wir mit einem Affenzahn durch das herabprasselnde Wasser hindurch. In einer hochgeständerten 180° Kurve just oberhalb der zum Park führenden Gondelbahn wechseln wir kurzerhand die Richtung, ehe wir uns ein weiteres Mal ins Grüne wagen. Ohne Gnade nähern wir uns nun einer überaus knackigen Aufwärtshelix, in der wir uns innerhalb von eineinhalb Runden druckvoll nach oben schrauben. Eine kurze Senkfahrt am obersten Plateau der Anlage schließt sich an, ehe wir uns in einer weiteren hochgeständerten Kurve ein weiteres Mal ins Dickicht stürzen. Interessanterweise passieren wir dabei einen tieferen Punkt als beim First Drop. Doch die wahre Höhendifferenz der Anlage zeigt sich erst in Kürze. 

 

Mit schönem Pacing absolvieren wir einen kurzen Airtimehügel und stürzen uns sogleich in ein tiefes Tal hinein. Dabei erreichen wir zum ersten Mal das Bodenniveau der Anlage. Durch die Ausnutzung des Geländes ergibt sich somit ein Höhenunterschied von sagenhaften 78m. Über eine lange Rampe nehmen wir nun beständig an Höhe zu und knicken dann am Ende der Auffahrt völlig überraschend nach rechts ab. Dabei hätten wir hier vor einigen Jahren noch die Schwesteranlage des deutschen Bandits aus dem Movie Park Germany in ihrer vollen Pracht sehen können. Nach der kurzen Rechtskurve bahnen wir uns unseren Weg ein weiteres Mal durch das große Tal. Dieses verlassen wir dann über einen kurzen Airtimehügel, woraufhin eine Linkskurve die Rückführung in die Station einleitet. Nach einer kurzen Geraden flitzen wir einen finalen Anstieg hinauf und erreichen alsbald die Bremsstrecke der Anlage. 

 

Fazit

Go, go, Bandit! Die rasante Fahrt durchs Grüne besticht durch ihr langgezogenes Layout und die weiten Abfahrten, aber auch durch ihre japanischen Eigenheiten. Zum Beispiel findet man eine solch kompakte Aufwärtshelix auch heute in Achterbahnen dieser Größenordnung leider nur selten. Das wichtigste Gimmick ist jedoch das Upgrade des Fahrterlebnisses durch die verwendeten Wassereffekte. Einmal benässt gibt es kaum noch einen Grund die feucht-fröhliche Fahrt gegen eine Trockenfahrt zu tauschen.

Text: September 2017 / Tobias - Bilder: Mai 2010 / Torsten - September 2017 / Tobias

Die Daten

Hersteller Togo
Modell Sit Down
Eröffnet 03/1998
Länge 1.560 m
Höhe 51 m
Speed 110 km/h

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