Lost Attractions @ HANSA-PARK

Lost Attractions @ Hansa-Park

Im Laufe der über 20 Jahre, die wir den Park als Gäste begleiten, hat es viele Veränderungen gegeben. Zugänge wie Abgänge. Auf dieser Seite wollen wir euch noch einmal die Attraktionen vorstellen, die den Park bereits wieder verlassen haben. Vielleicht hattet ihr ja das Glück gehabt, einige davon gefahren zu sein.

 

Die Glocke (2008 - 2019)

Im Jahr 2008 kam ein Unikat der Firma Funtime in den Park. Das Fahrgeschäft stand von 2005 bis 2007 im Wiener Prater. Es konnte dort aber auf Grund der geringen Kapazität nicht kostendeckend betrieben werden. Da Funtime bereits 2005 den Starflyer im Park errichtet hatte, beschloss man auch die Glocke zu übernehmen. Die geringe Kapazität von 6 Personen je Fahrt, sah man nicht so als Problem an, da die Zielgruppe in einem Familienpark als klein angesehen wurde. Aber es wollten wesentlich mehr Besucher diese bis zu 28m ausschwingende Attraktion fahren als gedacht. So kam es hier immer wieder zu langen Wartezeiten. Die Fahrt war äußerst intensiv. Die Glocke schwang nicht nur nach jeder Seite bis zu 120 Grad aus. Auch der Klöppel um den herum die 6 Fahrgäste saßen, drehte sich noch in unterschiedlichen Geschwindigkeiten und Richtungen. Da war ein starker Magen gefordert.

 

Allein die Glocke wog etwa 28 Tonnen. Was eine hohe Belastung der Lager mit sich brachte. So häuften sich mit der Zeit die technisch bedingten Ausfälle. Auch passte die Glocke nach dem Bau des Kärnan nicht mehr in das aktuelle Parkkonzept. Darum wurde die Attraktion Ende der Saison 2019 geschlossen und abgebaut. An ihrer Stelle wird sich ab der Saison 2020 „Avildas Welt“ erheben.

 

 

Fliegender Hai (1991 - 2018)

Zum Ende der Saison 2018 verließ der Fliegende Hai den Park. Es war eines der letzten HUSS Rides Überkopffahrgeschäft vom Typ Ranger in Deutschland. Grund waren nicht mehr lieferbare Ersatzteile und der hohe Stromverbrauch der Hydraulik. Diese Attraktion, die 1991 eröffnet wurde, war insbesondere bei den Jugendlichen immer sehr beliebt. Ein Grund waren sicherlich die 7 Überschläge im 26m Höhe die es bei jeder Fahrt gab. Erst drei in die eine Richtung, dann vier in die andere Richtung. Dazu das sonore Dröhnen des Getriebes. Ab der Saison 2020 wird es auf der ehemaligen 15 x 20 Meter großen Plattform eine Chill out Oase geben

 

 

Westernstiefel-Karussell / Schildkröten-Karussell (2016)

Diese beiden kleinen Attraktionen waren nur für eine Saison im Park. Sie standen auf dem Platz, auf dem heute der kleine Zar seine Runden dreht. Dieser war bereits für die Saison 2016 angekündigt, dürfte dann aber wegen fehlender TÜV-Zulassung nicht aufgebaut werden. Um die kleinen Fahrgäste etwas zu entschädigen, lieh man sich diese beiden Fahrgeschäfte. So konnte man auch gleich testen, wie diese angenommen werden. 

 

 

Torre del Mar (2005 - 2015)

Im Jahr 2005 eröffnete der damals höchste Starflyer der Welt im HANSA-Park. Hersteller war die österreichische Firma Funtime. Der Turm hatte eine Höhe von 70m, die Flughöhe betrug bis zu 63m. An den Spitzen der Gondel waren 12 Doppelsitze an jeweils 4 Ketten befestigt. Die Beckengurte wurden magnetisch gehalten. Dadurch saß man relativ frei da oben und konnte den fantastischen Blick über das Meer und das Land genießen. Etwas, was viele auch davon abhielt, sich dem Turm anzuvertrauen. Ein besonderes Highlight waren Fahrten bei kräftigem Wind. Einige Mitfahrer schafften es sogar während der Fahrt, durch geschickte Armbewegungen, die Sitze so zu drehen, dass sie rückwärts flogen. Da sich durch den hohen Turm des Kärnan die Windsituation erheblich verändert hatte, kam es in der Saison 2015 häufiger zu Sicherheitsabschaltungen. Aus diesem Grund entschloss man sich, die Attraktion abzubauen und zu verkaufen. Als Ersatz wurde an gleicher Stelle das Rundfahrgeschäft Kärnapulten eröffnet.

 

 

Russische Schaukel (1990 - 2014)

Als die Russische Schaukel 1990 auf den Alten Jahrmarkt kam, hatte sie schon einige Jahr Betrieb auf dem Buckel. Von 1923 bis 1981 stand sie jedes Jahr auf dem Bremer Freimarkt. Betrieben wurde sie von 3 Generationen der Schaustellerfamilie Berger. 1983 wurde das Fahrgeschäft von dem Schausteller Werner Rabrahn erworben. Im Jahre 1928 erfolgte eine komplette Renovierung durch den Bremer Kunstmaler Westhoff. In den letzten Jahren des Betriebs fuhr das Riesenrad, auf Grund von technischen Problemen, immer seltener. Im Sommer 2014 wurde es dann endgültig stillgelegt. Nach der Saison 2015 wurde das Rad eingelagert und 2017 verschrottet. An seinem Platz steht heute der Kleine Zar.

 

 

Sturmvogel (1991 - 2012)

Neben Nessie besaß der Hansa-Park einst ein zweites Fahrgeschäft von Anton Schwarzkopf. Es handelte sich dabei um den Typ „Dschunke“. Von diesen wurden Anfang der 80er Jahre nur 3 oder 4 Exemplare gebaut. Eines befindet sich heute noch im Azur Park St. Tropez. Dieses hat jedoch 2 Gondeln und somit doppelte Kapazität. Auch das Design ist, wie der Name schon sagt, asiatisch ausgerichtet. 

 

Hier im Park hatten wir es mit einem Greifvogel zu tun, der sich auf seine Beute stürzte und dabei die Fahrgäste aus den Sitzen riss. Die Gondel war zwischen kräftigen 2 Pylonen aufgehängt. Die obere Verbindung der beiden Schwenkarme wirkte dagegen filigran. Die Gondel besaß 8 Sitzreihen für je 4 Personen. Die Anordnung war wie bei einer Schiffsschaukel, so das alle in die Mitte blickten. Betreten wurde die Anlage durch zwei Indianer Zelte, die auch heute noch an selber Stelle als Eingang für den Wasserspielplatz Roanoke dienen. In den letzten Jahren des Betriebs kam es immer wieder zu technischen Problemen. Um die Anlage etwas zu schonen, wurden die beiden mittleren Sitzreihen gesperrt und mit Blechen abgedeckt. Ende der Saison 2012 kam dann das endgültige aus. Die Anlage wurde 2013 abgebaut und verschrottet.

 

 

Power Tower Monte Zuma (2000 - 2012)

Der erste Freifall-Turm des Parks war bei uns und den Kindern immer sehr beliebt und eine Fahrt war bei jedem Parkbesuch Pflicht. Die Fahrt begann mit einem Countdown von 10 auf 1. Mit einem „Lift off“ und Techno-Musik ging es dann, unterbrochen von 3 Wippbewegungen bis auf 36m Höhe. Dort hatte man kurz Zeit den Ausblick zu genießen. Der erste Fall ging bis zur Hälfte des Turms. Dann wurde man wieder bis an die Spitze des Turms gezogen. Von hier ging es dann ohne Pause direkt nach ganz unten. Bei dem Turm handelte es sich um den Prototyp des Power Towers von der Firma Maurer Söhne. Er kam im Jahr 2000 in den Park. Wie aus der Fahrtbeschreibung ersichtlich, handelte es sich nicht um einen reinen Freefalltower. Die Gondel war an vier Stahlseilen befestigt, die von zwei Elektromotoren in der Turmspitze bewegt wurden. Leider kam es im Laufe der Zeit immer wieder zu technischen Störungen, die den Turm auch mal für längere Zeit ausfallen ließen. Er wurde dann im Laufe der Saison 2013 demontiert und verschrottet, ohne in dem Jahr gefahren zu sein. An seiner Stelle erhebt sich jetzt der Turm des Kärnan.

 

 

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