Le King @ Vancraeyenest / F

Le Kinge @ Vancraeyenest

Le King, la montage russe 100% français, wurde wie viele andere Kirmesgroßachterbahnen des Landes von Soquet gebaut. Meist waren es Loopingachterbahnen, die irgendwann ihren Weg ins Ausland gefunden haben. Le King ist anders. Das Layout der 1995 erbauten Achterbahn orientiert sich nämlich stark an der Alpina Bahn, setzt dabei aber auch viele eigene Akzente. Das verschlungene Layout mit seinen vielen Steilkurven verspricht eine aufregende Fahrt, die auch auf unzähligen Bildschirmen beworben wird. Als Achterbahnfan ist man sich natürlich der Fahrweise dieser Achterbahn bewusst. Sie gilt nicht ohne Grund als eine der furchtbarsten Adrealinschleudern des Landes, immerhin soll der Schulterbügelkontakt garantiert genauso hoch sein, wie der Anteil französischer Komponenten. Dabei ist der Zug überaus bequem. Man sitzt sehr frei. Der Schulterbügel lässt einem sehr viel Spielraum nach rechts und links; ein Kontakt mit diesem scheint also eher in weiter Ferne zu sein. Doch dann beginnt die Fahrt.

 

Nach einem kurzen S-Kurvenschlenker am Verschiebegleis entlang werden wir beständig eine Rampe in Richtung des Lifthügels an der Rückseite der Anlage empor geschoben. Dieser bringt uns dann auf die Ausgangshöhe von 28m. Nach einem kurzen Pre-Drop stürzen wir uns ohne große Erwartungen eine Steilkurve herunter. Diese fährt sich auch überaus ordentlich, doch je weiter wir Richtung Tal unterwegs sind, desto größer wird die Querneigung des Zuges. Tatsächlich sieht man das kommende Unheil gnadenlos auf sich zu kommen, denn in dem Moment, in dem der Zug die nächste Steigung in Angriff nimmt, bekommen wir gnadenlos eine gewischt. Der anschließende Anstieg mit integriertem Richtungswechsel hingegen fährt sich wiederum ganz in Ordnung. Auf der nächsten Hügelkuppe angekommen bleibt uns ein kurzer Moment, uns irgendwie krampfhaft an den Bügel zu klammern, denn die nächste Steilkurve wartet bereits. Wieder einmal durchfahren wir mit einer viel zu hohen Querneigung das anschließende Tal, woraufhin auch hier der Kontakt mit dem Bügel hergestellt wird. Über eine längere Auffahrt erreichen wir die erste Blockbremse der Anlage. 

 

Vorbei an dem King-Schriftzug zieht es uns ein weiteres Mal in einer Kurve zu Boden. Hier erwartet uns dann eine der schlimmsten Stellen im Layout. Nach einer ordentlichen Schelle geht es wieder einmal rasant nach oben. Nach einem kurzen Dip stürzen wir uns mittlerweile wider Willen erneut eine Kurve hinunter. Glücklicherweise wird die Querneigung in den Tälern nun etwas geringer, dafür erwartet uns jetzt jedoch eine Reihe wilder Kurvenmanöver. Über mehrere Hügel mit integrierten Umschwüngen geht es nun kreuz und quer durch die Anlage, ehe wir in einen Tunnel abtauchen. Durch mehrere Container geht es nun mit Vollspeed über kleinere Steigungen, sowie einem Links-/Rechtsschwenker, ehe wir wieder ans Tageslicht gelangen. Nach einer weiteren Rechtskurve erreichen wir dann die Bremsstrecke der Anlage und alsbald die Station. 

 

Le King ist eigentlich eine überaus passable und lustige Achterbahn, wären nicht diese furchtbaren Täler dieser. Ohne den ständigen Kontakt mit den Schulterbügeln, wäre die Achterbahn überaus unterhaltsam. Die Fahrt selbst verläuft nämlich durchaus ruhig und das Layout ist mit seiner Vielzahl an Kurven, lustigen Dips und dem überaus rasanten Tunnel-Finale zwar ein wenig kurios, aber keineswegs schlecht. Im Grunde also wie man es von einer zu groß geratenen Soquet-Achterbahn erwarten darf. Die Schläge hingegen passen nicht sonderlich dazu und halten einen von einer jeglichen Wiederholungsfahrt ab. Quel dommage.

April 2018 / Tobias 

Die Daten

Hersteller Soquet
Erbaut 1995
Länge 720 m
Höhe 28 m
Speed 90 km/h
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