Magic Mouse / Buwalda (NL)

Buwalda & Fackler - Magic Mouse

Bei der Achterbahn "Magic Mouse" von dem Besitzer Colin Buwalda handelt es sich um die kleinere transportable Version des Spinning Coaster des französischen  Herstellers Reverchon, welcher 2008 bankrott gegangen ist. Die Schaustellerfamilie Buwalda besitzt insgesamt fünf transportable Achterbahnen, mit denen man auf Volksfesten z.B. in Deutschland, Belgien und den Niederlande gastiert.

Darunter befindet sich auch die größere Version des Spinning-Coaster von Reverchon, welche sich in der Anzahl der Mauskurven und damit der Schienenlänge unterscheidet, nicht aber großartig von den Abmessungen der Grundfläche und Höhe.

Die "Magic Mouse" besitzt eine Breite von 19 Metern, eine Höhe von 14 Metern und eine Tiefe von 40 Metern. Im Jahr 2000 feierte die Bahn ihre Premiere auf der Kirmes in Oisterwijk (Niederlande). Die Schienen sind in einem dunkleren Lila gehalten und die Stützen überwiegend in Gelb. Die Streben der Sohle sind grau gestrichen. Nur an der Vorderseite, welche die schmalere Abmessung hat, ist die Stützkonstruktion, welche komplett über die darunterliegende Station führt, in grün gehalten. In derselben Farbe präsentiert sich auch die Treppe am Lift. Die Bahn besitzt sieben Wagen. Jeder hat eine runde Form mit vier nebeneinander angeordneten Plätzen, von den jeweils zwei über einen gemeinsamen von oben herunterklappbaren Bügel verfügen. Die Sitze und Bügelpolster sind dabei angenehm weich gehalten.

Hat man in der Station, welche an der Vorderseite der Bahn platziert ist, den Wagen bestiegen und den Bügel geschlossen geht es zum Beginn der Fahrt nach einer 90°-Linkskurve nach nicht einmal zwei Metern auf den Lifthill, welche auf der rechten Seite der Bahn entlang der längeren Ausdehnung verläuft. Dieser befördert die Wagen zügig an den höchsten Punkt der Bahn, welcher sich in der hinteren rechten Ecke befindet. Von dort geht es nach einer weiteren 90°-Linkskurve an der hinteren kürzeren Seite hinter dem Schriftzug der Bahn auf einer Geraden entlang auf die linke Seite. Dort folgt die erste 180°-Mauskurve welche den Wagen gegen den Uhrzeigersinn auf die nachfolgende Gerade leitet, die vor dem Schriftzug wieder auf die rechte Seite der Bahn führt. Hier wiederholt sich das Spiel mit einer weiteren Mauskurve, welche allerdings im Uhrzeigersinn durchfahren wird, und der anschließenden Gerade, so dass man sich wieder auf der linken Seite der Bahn befindet. Dort geht es nach einer 90°-Linkskurve die erste Abfahrt herunter, welche geschätzte vier Meter beträgt. Die sich sofort anschließende Auffahrt führt den Wagen an die vordere linke Ecke der Bahn. Hier geht es nach einer 90°-Linkskurve auf einer Geraden an der Vorderseite der Bahn komplett über die Station. Auf dieser befindet sich die einzige Blockbremse. Auf der rechten Seite angekommen führt eine weitere 90°-Linkskurve den Wagen auf die zweite und größte Abfahrt an der längeren Bahnseite. Diese führt gute acht Meter in die Tiefe bis auf das Niveau der Sohle. Nach der anschließenden Auffahrt befindet man sich wieder in der hinteren rechten Ecke unter dem Ende des Lifthill. Hier wiederholt sich der Fahrverlauf der oberen Ebene in ähnlicher Form, nur mit dem Unterschied, das die bisher arretierte Gondel, die sich bisher nicht gedreht hat, freigegeben wird und durch die Fliehkräfte je nach Beladung in zum Teil rasante Drehung versetzt wird. Bei einigen Gondeln hat sich bei meinen Beobachtungen die Gondelbremse schon im oberen Teil gelöst. Wodurch dies geschehen ist und in wie weit das für auftretende Kräfte sorgt, kann ich leider nicht sagen. Nach einer 90°-Linkskurve schließt sich ein Fahrverlauf mit diesmal vier Mauskurven an, der im ersten Teil direkt unter dem darüber befindlichen schon durchfahrenen Streckenabschnitt befindet. Wenn man diesen Bereich absolviert hat führt eine 90°-Linkskurve den Wagen auf der rechten längeren Bahnseite auf einer Geraden nach vorne in die Nähe der Station. Dort wird man durch zwei 90°-Linkskurven mit kurzer Gerade dazwischen wieder in Richtung Rückseite geleitet. Eine drei Meter hohe Abfahrt führt einen auf Bodenniveau, wo man auf einer Geraden auf die Rückseite der Bahn zu fährt. Nach einer zwei Meter hohen Auffahrt mit anschließender 90°-Linkskurve hat man diese erreicht. Eine kurze Gerade bringt die Wagen in die hintere linke Ecke der Bahn, wo eine weitere 90°-Linkskurve den Wagen entlang der längeren Bahnseite führt. Hier befindet sich eine lange Gerade mit der Schlussbremse, welche den Wagen zum Stehen bringt. Je nach vorheriger Drehbewegung rotieren die Gondeln noch einige Zeit. Erst am Ende der Geraden, kurz vor der Station, befindet sich eine seitliche Führungsschiene, die zur Bremsung der Drehung und zum korrekten Ausrichten der Gondel dient. Mit einem Reibradantrieb wird der Wagen durch die letzte 90°-Linkskurve zurück in die Station befördert. Dort werden die Bügel mittels eines an den Wagen anzusteckenden Druckluftschlauch entriegelt.

Die größere Version der Bahn hat im oberen und unteren Teil jeweils zwei Mauskurven mehr (4 statt 2 bzw. 6 statt 4), aber ansonsten gibt es keine größeren Unterschiede im Fahrverlauf.

Die Bahn macht auf jeden Fall viel Spaß. Sie fährt ruhig, die Drehung ist je nach Beladung schon relativ schnell und damit jede Fahrt unterschiedlich. Der einzige Verbesserungsvorschlag wäre die Gondelarretierungen schon im oberen Teil zu lösen wenn keine Gesundheitsrisiken dagegen sprechen, denn die Bahn lebt von der Drehbewegung, die in der jetzigen Form in der ersten Hälfte der Strecke nicht vorhanden ist. Positiv ist zu erwähnen, dass die Bahn sehr gepflegt aussieht. Weder an den Wagen noch an den Dekoelementen oder Schutzzäunen sah man größere Kratzer oder Roststellen. Die Bahn wurde 2012 neu gestrichen. Wobei dies der falsche Begriff ist, denn es wurde nicht einfach Farbe mit dem Pinsel oder einer Sprühpistole aufgetragen, sondern die Farbpartikel wurden in einem speziellen Verfahren in das Metall der Schiene eingebrannt. Das hat laut Angaben des Betreibers zwar einen höheren Preis, aber dafür ist die Haltbarkeit um einiges größer und die Schienen und Stützen sind länger vor Abnutzung der Farbe geschützt, sehen somit länger gepflegt und gut aus, was der Bahn beim Publikum sicher auch einen positiven Eindruck verleiht. Vor dem Beginn des Spielbetriebs wird die Schiene von Mitarbeitern mit Silikonspray geschützt und leichtläufiger gemacht. Das hat für den Betreiber den Vorteil der geringeren Abnutzung von Rädern und Farbe auf den Schienen und die Fahrgäste erwartet eine rasantere Fahrt.

Ich war positiv angetan von der Bahn. Sie ist eine Bereicherung für jedes Volksfest indem sie zum positiven Bild und Vergnügen der Besucher beiträgt! Das gute und zum Teil rasante Fahrverhalten der Bahn ist ein weiterer Pluspunkt. Die Bahn ist aber auf jeden Fall für die ganze Familie geeignet und somit steht einer gemeinsamen Fahrt von Freunden oder Familienmitgliedern nichts im Wege.   

Juni 2013 - Mathias Arp

Die Bilder

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