Black Mamba

Black Mamba @ Phantasialand

Am 13.07.2006 war es so weit, und es fand der erste Besuch im Phantasialand statt. Da meine Zeit leider  sehr eingeschränkt war, konnte ich mich nur bis ca. 11.45 Uhr im Park aufhalten und habe mich schwerpunktmässig natürlich für Black Mamba und Deep in Africa entschieden. 

Während der ca. 16 Monate Bauzeit gab es fast täglich neue Bilder in sämtlichen Foren zu bestaunen. Jeder noch so kleinste Stein, Anstrich oder Pflanze wurde digital festgehalten, und es wurde diskutiert bis zum abwinken. Vermutlich musste so manch ein oder anderer User sich eine neue Tastatur kaufen, denn bei der Menge an Text sind die Buchstaben auf den Tasten sicherlich nicht mehr lesbar gewesen.

Bereits bei meinem Erwerb der Eintrittskarte hatte ich mir - ohne zu wissen, wie voll der Park wird - den Black Mamba Quick Pass gekauft. Dieser kostet 15 € und berechtigt den Inhaber zu insgesamt 4 Fahrten in der ersten Reihe, ohne die normale Queue benutzen zu müssen. Beim betreten der Station musste ich maximal auf den nächsten Zug warten, aber meistens nicht einmal das. Ich habe zwar den Ärger der anderen Wartenden auf mich gezogen, aber das hat mich natürlich relativ wenig interessiert. Jeder einzelne der 15 € hat sich voll und ganz gelohnt.

Black Mamba ist der einzige in Deutschland existierende Inverter aus dem Hause B & M. Das Gerücht über den Bau eines Inverters der Schweizer Edelschmiede kursierte schon seit mehreren Jahren. Umso glücklicher, aber trotzdem noch höchst überrascht, waren die Fans doch sehr erstaunt, als die ersten Schienenteile geliefert wurden, und sich das Gerücht somit bestätigt hat.

Vom Phantasialand wird diese Bahn als einzigartig bezeichnet, da 2/3 der gesamten Strecke "unter der Erde" ist. Dieses ist allerdings eine interessante Umschreibung für eine Absekung des Grundstückes. Der Track wurde vielmehr in Schluchten untergebracht, und der Grossteil der Strecke ist eben nicht unter der Erde, sondern unter Erdniveau. Allerdings werden diverse Tunnel durchfahren. Einzigartigkeit kommt für mich jedoch nicht auf. Nemesis im englischen Alton Towers durchfährt ebenfalls einen Grossteil (wenn auch nicht 2/3) der Strecke in Schluchten und unterhalb des eigentlichen Erdniveaus, und auch Montu im floridanischen Tampa rast - und das mit wesentlich mehr Speed - durch enge Gräben im ägyptischen Stil. Einzigartig sind aber sicherlich die Abwechslung der Felsen, Häuser und Vegetation, an der man knapp vorbeirauscht.

Aus den kompletten technischen Daten scheint das Phantasialand ein riesiges Geheimnis zu machen (daher oben auch ungewohnt knapp genannt), denn so sind im Internet weder Länge, noch Gesamthöhe oder Top Speed der Bahn zu finden. Anscheinend soll hier der Vergleich mit anderen Bahnen dieser Grössenordnung vermieden werden, ansonsten müste man wohl eingestehen, dass manche Bahnen doch wesentlich interessantere Werte bieten.

Das afrikanische Theming zieht sich auch durch die komplette Queue und die Station. Im Bahnhof sind Decken und Wände ebenfalls mit Felsen verkleidet und mit diversen Sachen dekoriert. Abgerundet wird die Stimmung mit einer sanften Beleuchtung. Wenn man dann in einem der Sitze Platz genommen hat und die Freigabe erfolgt ist, senkt sich der Boden, das Licht geht aus und aus den unzähligen Lautsprechern ertönen Buschtrommeln. Der Zug setzt sich in Bewegung, durchfährt in der folgenden - ebenfalls mit Felsen verkleidete - Höhle eine Rechtskurve und schiebt sich auf den Lifthill. Hier sieht der Zug erstmals wieder das Tageslicht. Nach wenigen Metern führt der Lift in das riesige Gebäude, dessen Wände mit Teppichen, Knochen und divesen anderen Sachen verziert sind. Auch hier sind die Buschtrommeln nicht zu überhören.

Am Ende des Liftes folgt der typische Predrop, bevor es dann hinab über den Marktplatz hineingeht in den Looping. Auf direktem Weg folgt die Zero-G-Roll, die dann wiederum in die Einfahrt des Junior Immelmanns führt. Hier rast man erst einmal auf die Felsen und einen - inzwischen mit zementgrauen Wasser - Wasserfall zu und dreht kurz vorher nach oben weg. Die Figur selber ist zumindest in der Front Row so lalla, aber die Verkleidung insbesondere auf dem Teil der Strecke lässt den Thrill doch um einiges ansteigen.

Von dort aus geht es in den ersten Wingover, den Overbanked Turn vorbei am Looping und in den zweiten Wingover. Von nun an folgen in Schluchten gelegene High Speed-Kurven, bevor es nach einer Rechtskurve in die komplett abgedunkelte Schlussbremse geht. Und hier merkt man doch, dass Black Mamba wohl einiges mehr an Technik hat als so manch älterer Vorgänger: Die Verzögerung auf ca. 8 - 10 km/h habe ich noch nie so sanft erlebt wie hier.

Nachdem man fast zum Halt gekommen ist, öffnet sich erst einige Meter vor dem Zug ein Holztor, welches die Einfahrt zurück in die Station freimacht.

Fazit

Black Mamba ist ein absolutes Muss für alle Coasterfans. Sie bietet viel Spass, Spannung und Abwechslung, und die Umgebung, durch die sich die Bahn schlängelt, lässt den Thrill noch um einiges ansteigen. Ausserdem ist Black Mamba aufgrund der Sandfüllung extrem leise. Die Fahrt ist relativ angenehm, allerdings merkt man teilweise (zumindest in der Front Row) einige kleinere Vibrationen.

Der Vergleich mit Nemesis

Zu dem immer herbeigeführten Vergleich zu Nemesis im englischen Alton Towers: In Sachen Theming hat Black Mamba sicherlich einiges mehr zu bieten, aber mir gefällt Nemesis besser. Hier sind die Kurven noch um einiges schneller, und die gesamte Bahn ist intensiver. Einen Vergleich mit allen anderen Invertern - aufgrund der ähnlichen Grösse insbesondere zu den Batman´s - ist meiner Meinung gar nicht möglich. Black Mamba wurde bewusst "familienfreundlich" gehalten, die Batman´s sind bewusst intensiv konstruiert. Und Vergleiche mit den grossen Invertern wie Katun, Montu, Silver Bullet und Alpengeist sind überhaupt nicht möglich.

Juli 2006 - Olli

Die Daten

Hersteller / Typ Eröffnet Höhe Top Speed Inversionen
Bolliger & Mabillard / Inverter 24.05.2006 27 m 80 km/h 4 (Looping, Zero-G-Roll, Jr. Immelmann, Corkscrew, Corkscrew)

 

Die Bilder

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